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(erstellt am 07.02.2019)


Glaube, Gott und Götter

Gott oder Götter sind nur eine menschliche Idee? Die uns helfen soll, unser Bewusstsein und unsere Bedürfnisse zu ergründen und zu lenken? Sie sind Helfer und Schuldige zugleich für uns! Sie sind ganz nahe, aber noch öfter unendlich weit von uns entfernt! 
Wir legen in sie Hoffnung und Resignation. Wollen durch sie Antworten auf unsere Fragen erhalten. Aber sie können nur antworten, wenn wir unsere Gedanken auf sie richten. Sie sind eine innere Auseinandersetzung mit uns selbst. Ihre Existenz ist begrenzt auf unseren menschlichen Geist und sein Vorstellungsvermögen? 
Ich weiß, viele wollen glauben, sie sind auch physisch in unserer Welt vorhanden. Deshalb erschaffen wir Abbilder von ihnen. Und errichten Orte, um ihnen näherzukommen. Wir transkribieren oder stellen es figürlich dar, was unsere geistige Beschäftigung mit ihnen hervorbringt. Aber ihre physische Präsenz drückt sich allein in dem aus, wie unser Handeln durch die Auseinandersetzung mit ihnen geprägt wird. 
Wenn es sie wirklich gab oder gibt, haben sie uns, oder sind dabei, uns unseretwegen zu verlassen! Dann wird eine Projektionsfläche für viele Fragen verschwinden, die wir nur durch einen geistigen Disput mit ihnen beantworten können.  
Werden sie uns vollends verlassen, weil wir sie oft missbraucht haben? Wir haben sie benutzt und benutzen sie, um unsere niedersten Instinkte und jenes damit verbundene Handeln vor uns und anderen zu relativieren oder zu rechtfertigen. Aber es gibt Trost für uns. 
Auseinandersetzungen werden immer in uns sein, die uns helfen, unser Leben zu gestalten. Und darum sind sie für so manchen, der sie zu sich lässt, ein Ventil, um sein Leben im Gleichgewicht zu halten. Denn über die geistigen Fragestellungen an sie, haben wir auch viel Gutes in unsere reale Welt für uns selbst und andere gebracht. Was nicht bedeutet, dass dies immer das Beste für die Welt ist! 
Nach all diesen kontroversen Gedanken in mir ist es erstaunlich, dass ich ehrlichen Herzens sagen kann: Ich glaube. Denn es regt sich etwas in mir, das fragt, woher die Dinge kommen, die keiner zu erklären vermag. Und ich hoffe, dass wir dafür keine Erklärungen finden. Denn so kann mein Geist in meinem Glauben Trost und Hoffnung finden. 
Nur lasst euch nicht täuschen, wenn ich von Glauben spreche. Damit meine ich nicht den Glauben an Gott oder Götter. Sie sind nicht das, was meinen Glauben ausmacht. Sie sind nur das, was für viele Glauben transportiert. Ich spreche dann von Kräften, die Zusammenhänge bewirken, die außerhalb unseres Verständnisses stehen. Und in Gott oder Göttern für viele eine Form erreichen, damit sie für unseren Geist greifbar werden. 
Letztendlich sind Gott oder Götter auch ein Spiegelbild unserer selbst oder das Bild, das wir gerne von uns in einem Spiegel erblicken möchten. Da stellt sich für mich die Frage: Was möchte ich darin sehen? Nicht ein bestimmtes Bild von mir. Aber eine Figur mit menschlichen Grundwerten, die im Kern fest und beständig ist. Und um diese Werte herum eine in allen Sphären forschende und sich auf Veränderungen einlassende Persönlichkeit, die den Blick auf Wissenschaft wie auch das Annehmen des Unerklärlichen in sich vereint. Denn beides ist der Nährboden für eine gegenseitige Befruchtung. 
Wie auch immer die Wissenschaft uns die Welt durch reale Fakten zu erklären versucht, so werden wir auch immer in diesem Prozess auf erstmal Unerklärliches stoßen. Und darin finden wir die Anlehnung an Glauben. Wie auch immer die Beschäftigung des Einzelnen damit aussieht. Und ich bin begeistert davon und hoffe, dass jede neue Erkenntnis in neue Fragen mündet. Denn ohne neue Fragen gibt es keine Auseinandersetzung und kein Zulassen von Glaube. 
Trotz allem bin ich von dem Gedanken an Gott oder Götter fasziniert. Von der Personifizierung von realen Naturkräften oder als Träger von geistigen Erweiterungen wie Schicksal. Oder Begrifflichkeiten wie Liebe oder Hass. Wenn es einen Glauben an Gott für mich gibt, ist es kein personifizierter. Sondern ein Gott im Kontext, wie ihn schon Baruch de Spinoza beschrieben hat. Er sagte sinngemäß: „Gott ist alles und alles ist Gott.“ Aber ganz sicher ist es keine Idee von einem Gott, der von einer Institution vereinnahmt wird. Letztendlich muss jeder solche Gedanken an Gott oder Götter für sich selbst ergründen. Was natürlich davon abhängig ist, wie er von seinem Erleben seines Lebens geprägt wurde. Aber dies ist wieder eine andere Geschichte.

Geheuchelt

Die Kinder, die Kinder, höre ich sie von allen Seiten schreien.
Unsere Zukunft, die Zukunft, ja, das werden sie für uns sein!
Wir müssen sie fördern, wir müssen sie von alten Dogmen
befreien. Nur Worte, Worte, die hohl sind und nichts bewirken!
Denn wollt ihr wirklich, ehrlichen Herzens, etwas für sie tun?
Dann müsst ihr nicht nur laut schreien.

Doch Lippenbekenntnisse höre ich von allen Parteien. Nur als
Thema, um sich zu profilieren, nehmt ihr sie wahr. Kein ehrlicher
Blick auf das, was sie sind und was sie brauchen. Nur Verdrängung
und Tuschieren der wahren Probleme. Und Angst davor, dass es,
um etwas zu bewirken, sehr teuer werden kann. Darum ist das,
was ihr alles für sie zu tun glaubt, nur eine schlechte Zirkusnummer.
Vorgeführt in einer Politmanege von grottenschlechten,
selbstverliebten Clowns.

Damit habt ihr ihre Zukunft, wie schon in so vielen Punkten, verbaut.
Nicht die Projizierung eurer Gefühle auf sie lässt sie erblühen. Sie
brauchen Bildungs- und Betreuungssysteme, die auch funktionieren.
Und welche sie dann an die Leitfäden des Lebens heranführen.
Durch die sie eines Tages bewusst, selbstbestimmt, mitfühlend und
fast immer sicher, durch ihr Dasein gehen können.

Doch eure Prioritäten, die liegen im Hier und Jetzt und auf einem
gut gefüllten Portemonnaie und Machtbegierden. Also wird das
gefördert, was diesem Anspruch dient. Wirklich investieren in die
Kinder, das passiert fast nie. Und in ein paar Jahren, so wie immer,
wacht ihr dann auf. Reibt euch die Augen und könnt es nicht verstehen.
Keine Fachkräfte, noch mehr junge Menschen voller Unwissenheit und
Gewalt. Dies alles könnte man zum Teil mit Förderung und Bildung
verhindern. Doch dazu seid ihr um euren Portemonnaie und
eures Machtanspruchs nicht willens.

Und darum sucht ihr jetzt nach Auswegen.
Aber in unsere Kinder wirklich zu investieren, seid ihr immer noch nicht
bereit. Eure wahren Prioritäten nehmen euch gefangen. Aus ihnen
herauszutreten und sie zu ändern, wird es aber um unser aller Willen
jetzt wirklich mal Zeit.

Alles im Griff

Wenn ihr dieses Bild anseht, glaube ich, dass ihr mich, oder auch nicht, versteht? Was könnte darin stecken, oder will ich euch damit nur erschrecken? Ich kann es ja freiheraus nun sagen: Es wurde gemacht, damit ihr euch viele Fragen stellt. Darin habe ich, gelegt, so manchen Hintersinn. Dies alles ist voll Gedanken, die euch zu meinem Innersten bringen. 
Alles, was dort dargestellt wird, zählt vielleicht auch etwas in eurem Leben. Verbundene Augen, zwei Tiere geführt an kurzer Kette! Eine Waffe, die verbirgt, was sie wirklich ist. Könnt ihr erkennen, dieses Rätsel, das in diesem Bild gefangen ist?
Einige von euch werden vielleicht sagen: Was spinnt der sich zu Recht? Drückt ihn was auf den Magen? Aber ihr könnt mir glauben! Alles, was ihr dort seht, habe ich mit Verstand, Sinnen und Bedacht in dieses Bild gelegt. Wenn die Dinge meines Lebens, wie sie versteckt dort sich zeigen, nicht so wären, lebte ich für mich in meiner eigenen chaotischen und bedrohlichen Lebenswelt.
Aber genug davon, ich will euch noch raten: Betrachtet es genau und stellt euch viele Fragen. Die Frage ist es, die die Lösung ist, denn die Antwort ist nur ein Indiz, der der Weg zur nächsten Frage ist.
Ich hoffe, die Neugier ist nun groß und ihr seht auf die Szene nicht nur voller Hohn. Welche Gedanken mögen in meinem Kopf dazu wohl wohnen? Vielleicht wird es sich, dies zu wissen, für euch ja lohnen! Das meiste um dieses Geheimnis werdet ihr schon kennen, es ist nur an der Zeit, daran zu erinnern. Warum steht ganz oben „Alles im Griff“? Das ist nur die Resonanz auf das, worauf man hier trifft.
Was könnte man sagen, mit welcher Beschreibung sollte ich den Anfang wagen? Der Beginn ist mit dem am besten gemacht, was offensichtlich das meiste Kopfzerbrechen schafft. Die Augen, warum sind sie verhüllt, welche Bedeutung hat dies für das Bild? Ich kann euch verraten, diese Szene kennt ihr schon, ihr müsst eure Gedanken nur zusammenraufen, sie ist euch schon mal über den Weg gelaufen. Ich will mich freimachen von all den Sachen, die es mir sonst verwehren, aus der Darstellung meine Lehren zu ziehen. Diese Blindheit, sie hilft mir und macht mich gegen all die Einflüsse frei, die es nicht wollen, dass ich erkenne, was für ein Mann ich wirklich bin. Solch einer Beeinflussung will auch Justitia sich entziehen, um der Gerechtigkeit zu dienen.
Nun seht, in meiner rechten Hand, was für eine Pracht, halte ich ein Schwert mit viel Bedacht. Man kann damit töten, würdet ihr sagen, aber diese Rolle kommt für die Waffe hier nicht zum Tragen. Ihr seht alle dieses scharfe, blitzende Ding. Trägt es euch eventuell zu einem anderen Gedanken hin? Von physischer Natur, so ist es gemacht, doch wirkliche Stärke ist mein Wissen über mich in meiner Lebensschlacht. Nur mit der Erkenntnis um seiner selbst, das solltet ihr verstehen, kann man sicher und mit erhobenem Haupt durch sein Leben gehen. Solch einen Sieg könnt ihr nicht mit einem Schwert erringen, dorthin kann euch nur die schärfste Waffe, die Wissen heißt, bringen.
Mit dieser Erfahrung habe ich zwei gezügelt, mit kurzer Kette in meiner linken Hand. Ich versuche, sie im Zaum zu halten, damit sie nicht geraten außer Rand und Band. Sie zerren und toben, wollen mehr Freiraum erreichen, um dann mein inneres Gleichgewicht in Stücke zu reißen. Schwer ist es oft, sie im Griff zu halten, denn sie würden gerne anstatt meiner in meinem Leben walten. Loswerden kann ich sie nicht, sie gehören zu mir, ob ich will oder nicht. Daher habe ich erkannt: Nur an kurzer Kette kann ich sie führen, dann werde ich über sie auch triumphieren. Diese beiden plagen jeden, also tretet ihnen mit eurem Wissen über euch selbst konsequent entgegen.
Zu meiner Rechten, dort seht ihr ihn liegen, meinen inneren Schweinehund. Er würde gerne die Oberhand über mich gewinnen. Dort wartet er und flüstert ständig in meines Kopfes Hintergrund. Lass die Dinge doch ruhen, das kannst du auch noch ein anderes Mal tun. Er will verhindern, dass ich mich bemühe. Sodass mich gefangen nimmt eine freudlose und zähe Lebensbrühe. Erreichen will er, dass mein Geist sich nicht befreit und mein Tempel in Trägheit verweilt. Die Aufgaben, die für mich in meinem Leben bestehen, kann ich unter seiner Dominanz nur schwer angehen.  Doch das kann ich nicht zulassen, ansonsten werde ich mich eines Tages selbst dafür hassen. Darum sollte ich ihn im Auge behalten, damit er nicht in meinem Leben nach seinem Gutdünken schalten und walten kann. Ich muss ihn von Zeit zu Zeit neu überwinden, um zurück zu mir zu finden.
Den, den ihr dort zu meiner Linken seht, habe ich die Kette schon lange kurz angelegt. Er ist ein gar gefährliches Tier, seine Namen sind Neid, Gewalt, Ignoranz und Gier. Ihn wollte ich nie in meinem Leben, ich gab ihm keine Chance, sich zu erheben. Doch kam es vor, dann und wann, da klopfte er an die Tür meines Verstandes an. Er flüsterte hinter ihr: Nimm, was du willst von anderen, und schenke es mir. Und du kannst all die Dinge bekommen, die sich mit ehrlichem Tun nur schwer erringen lassen. Verdränge des Menschen humanes Bild und schlage mit Gier und Neid um dich wild. Die Tür, ich hielt sie immer fest verschlossen mit meinem Wissen über mich selbst. Dieses hat es ausgemacht, dass er es hat, niemals geschafft. Doch solltest du diese Erkenntnis gegen andere verwenden, sie übervorteilen, belügen oder gar ihr Dasein beenden. Dann wird deine Tür von ihm eingetreten und es verhindert auch nicht die Kette, dass er auf dich wirken kann. Hast du das Tier erst mal freigelassen, wird es deinen Verstand verheeren, dein Leben wird sich ins Unglück verkehren.
Darum kann ich euch allen nur raten, sie zu unterdrücken mit dem Schwert, dessen Name Wissen ist. Denn die beiden wohnen auch in eurem Seelengarten, wo sie auf eine Gelegenheit warten. Sie treiben sich dort herum und lauern nur darauf, dass ihr nicht achtgebt, und brechen dann aus. Wenn ihr sie wirklich freigelassen habt. Werden sie alles Liebenswerte in eurem Leben zunichtemachen! Schwierig wird es sein, sie wieder gefangen zu nehmen. Denn erstmal in Freiheit werden sie sich mit allem, was sie vermögen, dagegen wehren.
Eins muss ich zu den beiden noch berichten: Dass sie für uns gefährlich sind, wenn wir sie nicht unter Kontrolle bringen, habt ihr bestimmt begriffen. Wie die berühmte Medaille, die zwei Betrachtungen aufzeigt, so ist es auch mit den beiden. Auch wenn ihr es nicht gleich seht.
Der Schweinehund, er will uns träge und müde machen, doch er kann uns auch schützen vor manchen Sachen. Wenn unser Leben nur noch hektisch ist und man unter dieser Last fast zusammenbricht, wird er eine Wohltat für euch sein. Er kann die Ruhe und Ausgeglichenheit zu euch bringen, dadurch könnt ihr neue Energie gewinnen.
Der andere, der ein gefährliches Tier wohl ist, in ihm steckt auch ein zweites Gesicht. In seinem Wesen stecken euer Überlebenswille und Durchsetzungsvermögen , was ihr zum Leben braucht, sonst werdet ihr von anderen verdrängt. Man muss eben auch mal Stärke zeigen und andere auf ihren Platz verweisen.
Weil sie dies beides in sich vereinen, sollten sie Bestandteil unseres Daseins bleiben. Aber damit sie einem nicht das Leben vermiesen und sich nicht gegen uns erheben, führt alle beide an der kurzen Kette. Weil es sonst schlimme Konsequenzen hätte. 
Wenn jetzt noch Fragen offen sind, lasst uns darüber reden. Seid kein schüchternes Kind, denn nur so könnt ihr euer Wissen vermehren und pflegen. In eurem Dasein etwas damit bewegen.
Ich wünsche allen viel Glück in ihrem Leben und lasst die beiden sich nie über euch erheben.

Vergebens gehofft !

Es zeigt meine Vorstellung von jemandem, der fest in der Umklammerung einer Krankheit ist, die ihn in seinem ganzen Wesen durchdringt und zugrunde richtet. Die Struktur des Holzes soll den sich im Zerfall befindenden Körper und die dramatische Veränderung der Persönlichkeit darstellen. Sein Bewusstsein, seine Erinnerungen, seine Wahrnehmung lösen sich auf, so wie sich auch das Holz in einem Zerfallsprozess befindet.

Hoffnung

Ein Gefühl, als wenn ich gepackt wurde, am Zopf meines nicht vorhandenen Haars. Ich spürte, dass mir jemand oder etwas im Nacken saß. Was ich in diesem Moment fühlte, bereitete mir Hoffnung und auch große Qual. Ich wusste nicht, warum dies mit mir geschah.
Mein Leben breitete sich vor mir aus, in diesem Augenblick. Angst und Panik saßen mir im Genick. Die Eingeweide zogen sich ganz nach innen. Aus der lähmenden Umklammerung gab es für mich kein Entrinnen.
Stimmen und Bilder schossen kreuz und quer durch mein verbleibendes Sein. Für den Bruchteil einer Ewigkeit fing mein Bewusstsein Fragmente dieser kreuz und querGeschosse ein. Vertraute Gesichter und Stimmen, die eng mit mir verwoben sind, erkannte ich wohl nun ein letztes Mal.
Schmerz des Abschieds, letzte Fragmente, aber er ließ mir keine Wahl. Nie mehr wieder würde ich im Leben bei ihnen sein. Mein sich aufbäumendes Ich fing innerlich zu zittern an und begann zu schreien.
In diesen Tumult schlug ein Gefühl, ein Gedanke, vielleicht eine Gewissheit in mir ein. Das, was gleich passiert, bringt mich wieder zu jenen hin, die vor mir gegangen sind. Wie ein warmes, anschwellendes Gefühl breitet sich der Gedanke in Leib und Geist nun aus.
Ich schließe hinter mir einfach eine Tür und stoße mit diesen Gedanken eine neue auf. Mein Herz wurde leicht, Angst und Panik versanken im Nichts. Aus dem Augenwinkel sah ich noch die Klinge, ein Zischen und dann…

Ein Wald zwei Gesichter

Schon damals ein Gefühl von Geborgenheit, Geheimnis und Inspiration. Eine Abenteuerwelt, in der ich mich als Kind verlor. Von Baum zu Baum gehangelt und Höhlen gebaut. Tiere beobachtet und dem Wind im dichten Gehölz gelauscht. 
Unendlich erscheinendes, mich behütendes Grün. Der Geruch von Erde und Holz, der mich niemals mehr verließ. Lange und kurze Schatten, sie konnten einen, wenn die Fantasie sie ausmalte, schon ängstlich machen. 
Große und kleine Weiher, wie glitzernde Perlen. Welches Getier, welche Wesen mögen sie wohl verbergen? Rückzugsort von den alltäglichen Sorgen. Ja, als Kind fühlte ich mich im Wald sicher und geborgen.
Sicher und geborgen fühle ich mich heute dort auch. Aber wenn ich jetzt durch ihn wandere, spüre ich oft Traurigkeit im Herzen und Wut im Bauch. 
Mein Blick auf meine Kinderwelt hat sich verändert. Wenn ich sie heute betrachte, packt mich das Grauen. Müll und Zerstörung neben den Wegen, im tiefsten Dickicht überall, wohin ich schaue. 
Achtlos weggeworfene schwarze Tüten, Flaschen, Dosen, Bauschutt und Plastik in allen Formen breiten sich nun aus. Natürlich hat es niemand hingeworfen. „Das machen nur die anderen!“, redet jeder sich heraus.
Tiefe Fahrspuren, dicht an dicht, durchziehen heute den ganzen Wald. Plattgewalzte Fläche und zerstörten Boden findest du überall. Dies erinnert mehr und mehr an Raubbau. Öffne deine Augen, dann siehst du es auch. 
Ja, Holz brauchen wir, das weiß ich auch. Doch solch ein Wirtschaften und Verschmutzen macht Stück für Stück dem Wald den Garaus. Und uns wird, aus Gier und Ignoranz, ein wertvoller Lebensraum geraubt.

Zarte Bande

Unter mir drehten sich die Räder, wie Windmühlenflügel vom Sturm angetrieben. Ein kurzes dumpfes Geräusch, ich sprang von meinem Fahrrad. Kurz vor der Fußgängerampel kam ich zum Stehen. So ein Mist, ein platter Vorderreifen. Ich betrachtete es und in meinem Augenwinkel, wie beiläufig, sah ich die beiden. Ein Mädchen und ein Junge, beide in etwa zwischen elf und dreizehn Jahre alt. Die Szenerie hatte, ich weiß nicht warum, meine Neugier geweckt.Sie gingen auf die Ampel sehr langsam zu. Sein Blick klebte an ihrem in der Sonne glänzenden, blonden, langen Haar. Er schien sich nicht von ihr abwenden zu können. Sie führte mit beiden Händen ein Fahrrad neben sich her. Ihre Augen halb auf den Gehweg gerichtet. Sie bemerkte wohl den Blick ihres Begleiters. Denn es lag ein kleines Lächeln auf ihrem schmalen Gesicht. Noch etwas mehr als eine Armlänge blieben sie vor der Ampel stehen. Das Mädchen sah auf ihre Hände am Lenker. Der Junge verfolgte den Weg ihrer Augen. Immer noch mit diesem Lächeln sah sie ihn an. Er zögerte nicht eine Sekunde und machte einenkatzenartigen Satz zum Signaltaster der Ampel und drückte ihn. Mit einem langen, energischen Schritt trat er wieder dicht an das Mädchen heran. Sein Gesichtsausdruck war der eines Helden, der für seine Dame eine Schlacht gewonnen hatte. Beide sahen gebannt auf die gegenüberliegende Fußgängerampel und standen wie angewurzelt ganz still. Plötzlich drehte sich das Mädchen blitzschnell, halb zu ihm, und stellte sich auf ihre Zehenspitzen. Denn er war einen halben Kopf größer als sie und gab ihm einen kurzen, flüchtigen Kuss auf die Wange. Er riss die Augen weit auf und wirkte wie erstarrt. Ich glaubte, seine Gedanken zu sehen: „Hoffentlich wird die Ampel niemals grün.“ Der Junge tastete schnell, aber schüchtern nach ihrer Hand. Doch bevor er sie greifen konnte, zeigte sich schon das Ampelsignal. In der Sonne wirkte es so zart grün. So zart wie die jungen Bande, die ich zwischen den beiden sprießen sah.Das Mädchen überquerte die Straße. Der Junge blieb stocksteif, den Blick auf sie gerichtet, stehen. Auf der anderen Straßenseite angekommen, schnellte ihr Arm mit gespreizten Fingern nach oben. Als wollte sie den Himmel greifen. Und winkte ihm für heute ein letztes Mal zu. Sie rief noch: „Wir können ja morgen wieder zum Strand hinuntergehen!“ Er stand noch immer da und konnte immer noch nicht begreifen, welches Glück ihm von ihr angetragen worden war. Aus seiner Starre erwachend, riss er beide Arme nach oben. Und rumfuchtelnd rief er sehnsüchtig: „Ja, ja, ja!“ Sein Blick verfolgte sie noch lange, selbst noch als er sie längst nicht mehr sehen konnte. Es dauerte noch etwas, bis der Junge sich in Richtung des Weges bewegte, auf dem er mit ihr zur Ampel gekommen war. Er ging zurück, mit leichten und schwebenden Schritten. Es war ihm anzusehen, dass sich für ihn etwas verändert hatte. Ich dachte noch bei mir: „Bis Morgen, sagte sie.“ Das wird den beiden länger vorkommen als ein ganzes Jahr!

Mein Schuppen

Vor einigen Jahren kam es mir in den Sinn, dass ich noch Platz für Holz zum Heizen, Gartengeräte, Fahrräder und vieles mehr bräuchte. Ich dachte, warum den dafür benötigten Raum nicht so gestalten, dass er mein Interesse an der Wikingerzeit ausdrückt. So entstand dieses kleine Gebäude. Einige Elemente an der Fassade habe ich entworfen oder sie sind nach historischen Vorbild gearbeitet.

Die Hämmer die links und rechts an den Pfeilern zu sehen sind, stellen die magische Waffe des Gottes Thor da. Mit der er die Feinde der Götter, vor allem Riesen und die Midgardschlange, bekämpft. Mjölnir, der Name der Waffe, besitzt die Eigenschaft nie sein Ziel zu verfehlen und in die Hand des Werfers zurückzukehren.

Die beiden Vögel links und rechts sind Odins Raben Hugin und Munin (Gedanke und Erinnerung). Sie fliegen am Tage in die neun Welten der nordischen Mythologie und kehren abends zurück, um Odin zu berichten, was dort vor sich geht.

Die hervorstehende Figur in der Mitte unter dem Dach, ist der Wolf Fenrir. Es ist ein bösartiges, magisches Tier, welches in Ragnarök (Schicksal der Götter) zur Vernichtung der Götter beiträgt.

Die Schiffsfigur in der Mitte, die als Verschluss der beiden Türen dient, entsprang meiner Fantasie.

Die Rune, die links und rechts neben den Türen zu sehen sind, hatten eine kommunikative Funktion (Schrift), aber sind auch als magische Zeichen von Bedeutung.

Ängste und verborgene Eigenschaften

Dieses Objekt ist eine Sache, an der ich lange Zeit gearbeitet habe. Die Ideen zu den einzelnen Darstellungen kamen mir erst im Verlauf der Beschäftigung damit. Das Objekt besteht aus einer alten Kirschbaumwurzel, die Zähne sind Eisennägel.

Es sollen dargestellt werden:

-Der Tod der lachend und grinsend auf uns wartet.
-Monster die uns manchmal in unseren Träumen aufsuchen, das könnten Zukunftssorgen oder die Sorge um eine vertraute Person sein.

-Dinge, die in uns sind und manchmal ausbrechen, auch wenn wir sie am liebsten verbergen würden, z.B. negative Eigenschaften wie Zorn, Neid und Denunziantentum.

-Das eingeschlossen sein oder das Gefühl von Beklemmung. Es sind eventuell Situationen die einen übermächtigen Druck auf einen ausüben, oder Dinge die nicht immer so laufen wie man sich das vorstellt.Auch das Zurückgezogen sein in den man sich verlieren kann, ist hier ein Aspekt

-Ungeheuer die uns in die Tiefe ziehen, dieses sind für mich Meinungen die von allen Seiten auf einen einstürzen (Medien, Freunde, Kollegen) und die mich oft veranlassen nicht immer die beste Entscheidung für mich zu treffen

-Dinge die in uns eindringen: Bei vielen Menschen habe ich das Gefühl, dass sie die Umwelt, die auf sie einwirkt nur noch so wahrnehmen wie sie sie gerne hätten.
Daraus können die Dinge entstehen die aus uns ausbrechen können,
wenn die Realität mit ihrer Wahrnehmung nicht übereinstimmt.

Was davon für jeden zutrifft oder nicht, entscheidet der Einzelne.

Der Sehende

Der Sehende ist eine interaktive Skulptur, die mir in den Sinn gekommen ist nach der Verfolgung einer Historienserie. Er stellte für mich einen Aspekt des Lebens dar, dem wir uns heute gerne entziehen wollen. Wir möchten unser Leben heute fest in unseren eigenen Händen wissen, es selbst gestalten und mit unseren nüchternen betrachtenden Verstand lenken. Es ist das Ungewisse, was uns ängstigt, denn dies sagt uns das wir unser Schicksal eben nicht so fest wie wir glauben, in unseren Händen halten. Unser da sein ist von vielen von uns nicht kalkulierbaren Einflüssen abhängig, aber davor verschließen wir gerne die Augen. Genau diese Dinge sind es die mich interessieren, nicht das offensichtliche greifbare. Sondern das nicht greifbare, wie der Raum zwischen den Maschen eines Fischernetzes. Sie sind real und gleichzeitig unreal aber sie gehören zu einem Fischernetz.

Ich bin der Sehende!

Drehe mich an einer der güldenen Seiten.
Und mit eines meiner Antlitze weissage ich dir.


Wenn du erblicktest, mein weißes totes Auge
prophezeie ich dir, eine Dunkle verworrene Zukunft.

Lese die weißen Runen!

Du wirst eine wichtige Botschaft erhalten,
welche nicht ignoriert werden sollte,
sonst wirst du in Schwierigkeiten geraten.

Etwas versucht dich an deinen Weg zu hindern,
irgendwelche innerlichen oder äußerlichen Umstände.
Es ist wichtig, dass du dich mit der eigenen Energie befasst
und auf eine Abwehr vorbereitest.


Wenn sich dir zeigt, mein schwarzes totes Auge
prophezeie ich dir, eine Helle strahlende Zukunft.

Lese die schwarzen Runen!

Bleibe beharrlich und du wirst Kraft, Energie oder Geld erhalten.
Um etwas anzupacken und zubewegen.

Etwas Angefangenes wird sehr gut gelingen,
du musst nur dein Ziel ausdauernd verfolgen.



Dieses wird dein Schicksal sein!

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